Die 300 Mitgliedsunternehmen sind für insgesamt circa 802.000 Wohneinheiten zuständig. Kommunale Wohnungsunternehmen verwalten fast 20 prozent des gesamten Wohnungsbestandes in Schweden, das entspricht etwa der Hälfte des Mietsektors. Jeder siebte Schwede lebt in einer Wohnung, die einem kommunalen Wohnungsunternehmen gehört. SABO ist die Branchen- und Interessensorganisation der kommunalen Wohnungsunternehmen in Schweden.

Die Organisation unterstützt ihre Mitglieder mit Serviceleistungen und bietet Beratung, Kompetenzvermittlung und Informationsaustausch. Darüber hinaus setzen wir uns für gute Arbeitsbedingungen unserer Mitgliedsunternehmen ein und fördern den Ausbau von Mietobjekten.

Der Schwerpunkt des Betätigungsfeldes von SABO liegt auf der Wohnungspolitik, auch wenn die Organisation parteiunabhängig ist. Das Leitungsgremium wird vom Kongress gewählt und bildet die allgemeine politische Mehrheit unserer Mitgliedsunternehmen ab.

Film über das kommunale Wohnungswesen in Schweden

SABO Kombohus

Gegen Ende der Nullerjahre erkannten SABOs Mitgliedsunternehmen die Ursache für die übermäßig hohen Baukosten und beschlossen die Ausarbeitung einer guten und bezahlbaren Alternative durch SABO. Kommunale Wohnungsunternehmen unterliegen dem schwedischen Vergaberecht, und die Aufträge für SABOs Kombohus werden über usschreibungen vergeben. Wer den Zuschlag erhält, muss mit SABO ein Rahmenabkommen abschließen, und SABOs Mitglieder in Schweden können im Rahmen dieser Abkommen Aufträge vergeben.

SABO hat drei solcher Rahmenausschreibungen für schlüsselfertige Mehrfamilienhäuser ausgearbeitet: SABOs Kombohus Bas, Plus und Mini. Qualität und Energieeffizienz all dieser Gebäude sind gut. Die Gebäude können zu einem festgelegten Preis (zzgl. MwSt. und Kosten für Grundstück und Gründungsarbeiten) überall in Schweden errichtet werden. Die Preise wurden bereits im Laufe der Vergabe festgelegt und entsprechen Baukosten, die 25 prozent unter dem Kostendurchschnitt liegen.

Kombohus ist der beste Beweis dafür, dass sich Baukosten senken lassen und dass sich günstigerer Wohnraum schaffen lässt, der für mehr Menschen bezahlbar ist. SABO hat mit Kombohus hohe Energieauflagen (65 kWh in Klimazone 3) verknüpft. Trotz dieser strengen Auflagen haben die Bauunternehmen gezeigt, dass sie Gebäude zu einem geringeren Preis errichten können.

SABOs Kombohus wurde in Schweden gut aufgenommen. Durch die Vereinfachung von Bauprojekten können nun auch Mitgliedsunternehmen bauen, die dies seit Langem nicht mehr getan haben. Prognostiziert wird, dass mit diesen drei Rahmenausschreibungen insgesamt 11.000 neue Wohnungen entstehen.